News
STMZ

Wochenlang auf drei Beinen überlebt.

Vertrieben und monatelang unauffindbar.

Nach dem ersten Freigang am neuen Zuhause blieb Gebi verschwunden. Was war geschehen?

Gebi

Im letzten Frühling übernahm Frau Mächler aus Altendorf SZ vom benachbarten Bauernhof, wo bereits 18 Katzen lebten, den prächtigen Tigerkater Gebi. Zur Eingewöhnung liess sie ihn 4 Wochen nicht aus dem Haus. Dann der erste Freigang: Frau Mächler öffnete das Katzentörchen, der Kater schlüpfte nach draussen – und wurde ab da nie mehr gesehen. Auch am nächsten Morgen keine Spur vom ihm. Ratlosigkeit machte sich breit. Frau Mächler begann die nähere Umgebung abzusuchen. Nichts. Der vermutete Grund des Verschwindens: der vierbeinige „Quartierchef“, ein dominanter Kater, der Gebi wohl umgehend aus der Gegend verjagt hatte.

Auf den Rat einer beigezogenen Tierflüsterin hin gab Frau Mächler bei der STMZ eine Vermisstmeldung auf. Zudem informierte sie die Tierärzte der Region und verteilte Flyer. Jeden Tag besuchte Frau Mächler mehrmals das Internet-Portal der STMZ und überprüfte die Fundmeldungen. Ohne Erfolg. Auf der Suche nach Gebi fand sie in den folgenden Wochen zwar andere streunende Katzen und meldete diese der STMZ. Dank ihren Fundmeldungen konnten wenigstens diese ihren Besitzern zugeführt werden. Doch ihr eigener Kater blieb unauffindbar.

Dann endlich: Kurz nach Weihnachten – rund 8 Monate später – ein Anruf von der Tierarztpraxis „rundumXsund“ in Altendorf: Die Ärztin hatte eine eingefangene Katze, die Gebi ähnlich sah, aufgrund ihrer Verletzungen sofort operieren müssen. Frau Mächler fuhr umgehend zur Praxis. Und tatsächlich: Es war ihr Kater! Unübersehbar sein rotes Halsband, welches offenbar eine besondere Rolle gespielt hatte. Denn aufgefallen war Gebi einer Frau, weil er auf drei Beinen herumhumpelte. Ein Vorderbein hatte sich unglücklich im Halsband verhakt. Und bei seinen Befreiungsversuchen hatte sich der Kater immer stärker selber verletzt. Das Drama musste wochenlang gedauert haben, denn die Wunde war stark vereitert und das Tier völlig entkräftet.

Heute hat sich Gebi von seinen Verletzungen gut erholt, die Narben sind verheilt und er macht einen zufriedenen Eindruck. Sein Leben verdankt er der Tierärztin – und Frau Mächler, weil sie die Vermisstmeldung bei der STMZ auch Monate nach seinem Verschwinden nicht gelöscht hatte.