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Rückkehr nach 1 ½ Jahren und hartem Winter

Papagei Sämi konnte auch nach langer Zeit durch seine besondere Gabe identifiziert werden

Die Familie B. aus Sternenberg übernimmt im Frühjahr 2012 einen Graupapagei in ihre Voliere. Sie taufen ihn Sämi und erfreuen sich an seiner Gabe, elektronische Klingeltöne und Funkgeräusche täuschend echt nachzuahmen. Leider verschwindet Sämi nach 6 Monaten. Zwar wird er noch 3 Tage in der Nähe gesichtet, findet aber leider nicht mehr selber nach Hause zurück. Familie B. gibt sofort eine Vermisstmeldung auf, ruft alle Tierärzte und Tierheime in der Gegend an. Leider erfolglos.

Allen Widrigkeiten zum Trotz verlängert Familie B. in den darauffolgenden Monaten die Vermisstmeldung immer wieder, in der Hoffnung, dass der Vogel in diesem strengen Winter 2012/2013 irgendwo Unterschlupf gefunden hat.

Im April 2014 wird in der Voliere Aarau ein Graupapagei abgegeben. Beringt, aber ohne integrierte Nummer, kann der Vogel nicht identifiziert werden. Leider herrscht ausserdem Platzmangel und so nimmt eine Mitarbeiterin den Papagei mit nach Hause und erfasst sofort eine Fundmeldung. Als sie die „alten“ Vermisstmeldungen durchstöbert, findet sie tatsächlich eine Anzeige vom Oktober 2012, die passend sein könnte und ruft Frau B. direkt an.

Man vereinbart ein Treffen. Frau B. erinnert sich an Sämis besondere Gabe, Klingeltöne nachzuahmen und lässt ein Natel klingeln. Und siehe da – wie ein Echo erschallt es von dem Papagei zurück und somit ist klar, dass es sich um Sämi handelt. Zurück in seiner Voliere in Sternenberg nimmt er dann auch wie selbstverständlich seinen Platz ein und ist inzwischen schon wieder ganz bei seinen alten „Vogel-Kollegen“ angekommen.

Es lohnt sich also, Vermisst-Meldungen immer wieder zu verlängern und nicht die Hoffnung aufzugeben.